Erwachsene tun sich mit zeitgenössischer Kunst häufig schwer, Kinder hingegen haben meist wenig Berührungsängste. Also: Auf ins Museum!
Grün. Auf jeden Fall viel Grün. Die Kinder, die vor Maria Lassnigs Gemälde‚ Doppelselbstporträt mit Kamera‘ sitzen, sehen im ersten Moment vor allem diese eine Farbe: Grün. Nach und nach nehmen sie weitere Farbnuancen des Bildes wahr, schauen sich die Kamera genauer an, die eine der beiden Figuren auf dem Gemälde in der Hand hält. Rätseln, warum der Kopf der anderen Figur so seltsam aussieht. Und entdecken irgendwann das Bild im Bild: Die beiden Figuren stehen gar nicht hintereinander, eine blickt die Betrachter von einer Leinwand aus an! „Ein Bild wie das der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig kann ein guter Ausgangspunkt für Kunstvermittlung an Kinder sein“, sagt Eva Mühlbacher. Mühlbacher ist Kunstvermittlerin im Belvedere in Wien, sie konzipiert Führungen und Workshops für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und die gesamte Familie. „Kinder sind meist sehr offen und interessiert, manchmal aber auch ein bisschen frustriert, weil sie das Bild nicht angreifen dürfen.“
Schöpferisch durch Freiraum
Weniger Wissen, mehr Erfahren

Barrierefreier Zugang
Unterschiedliche Bedürfnisse

