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Home » Wien fördert weiter mehr Inklusion in der Elementarpädagogik
Bildung

Wien fördert weiter mehr Inklusion in der Elementarpädagogik

adminVon adminApril 27, 20254 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Der Bedarf an Plätzen für Kinder mit Behinderung im Kindergarten steigt: Insgesamt besuchen derzeit ungefähr 2.000 Kinder mit intensivem Unterstützungs- oder Betreuungsbedarf einen Kindergarten oder Hort der Stadt Wien. Die Stadt fördert die Inklusion in der Elementarpädagogik.

Mit März 2025 sind rund 1.400 Kinder für einen Integrationsplatz oder einen Platz in Heilpädagogischen Gruppe vorgemerkt. Die städtischen Kindergärten decken mit rund 37 Prozent des Marktanteiles an Kindergarten- und Hortplätzen in Wien über 93 Prozent des Platzangebotes für Kinder mit intensivem Unterstützung- und Betreuungsbedarf ab. Um dem Mangel entgegenzuwirken wurden noch 2024 Maßnahmenpakete geschürt.

Ein wichtiger Schritt zu zusätzlichen inklusiven Plätzen in der Elementarpädagogik war 2024 die Einführung einer Gesetzesnovelle (Gesetz für Inklusion in der Elementarpädagogik). Diese ermöglicht, dass auch Kindergartenregelgruppen, Kindergruppen und Tagesmütter bzw. Tagesväter bis zu zwei Kinder mit erhöhtem oder wesentlich erhöhtem Betreuungsbedarf betreuen können. Die Einführung einer neuen Förderrichtlinie unterstützt private Betreiber*innen dabei finanziell. Zudem wurde die Kompetenzstelle Inklusion bei der Stadt Wien – Kinder- und Jugendhilfe geschaffen, die zur Vernetzung aller Partner*innen dient, pädagogische Qualität in der Unterstützungsarbeit mit den Kindern sicherstellt und als Ansprechstelle für Trägerorganisationen und Familien zur Verfügung steht.

“Der Ausbau der heilpädagogischen Gruppen in unseren Kindergärten ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Inklusion und Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem. Das im vergangenen Jahr präsentierte Inklusionspaket wird somit erweitert, mit dem Ziel mehr Betreuungsplätze für Kinder mit Behinderung zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten konsequent weiter an unserem Ziel, jedem Kind einen passenden Kindergartenplatz zu gewährleisten und Familien mit ihren besonderen Herausforderungen zu unterstützen. Ich danke auch allen privaten Kindergartenträgern, die diese Schritte gemeinsam mit der Stadt Wien gehen“, sagt die Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.

© Shutterstock – Der Ausbau der heilpädagogischen Gruppen in unseren Kindergärten ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Inklusion und Chancengerechtigkeit im Wiener Bildungssystem.

“Der Ausbau der heilpädagogischen Gruppen in unseren Kindergärten ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Inklusion und Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem. Das im vergangenen Jahr präsentierte Inklusionspaket wird somit erweitert, mit dem Ziel mehr Betreuungsplätze für Kinder mit Behinderung zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten konsequent weiter an unserem Ziel, jedem Kind einen passenden Kindergartenplatz zu gewährleisten und Familien mit ihren besonderen Herausforderungen zu unterstützen. Ich danke auch allen privaten Kindergartenträgern, die diese Schritte gemeinsam mit der Stadt Wien gehen“, sagt die Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.

Die Stadt Wien betreibt rund 350 Kindergarten- und Hort-Standorte und bietet ein Platzangebot für über 37.000 Kinder. Kinder mit intensivem Unterstützungs- und Betreuungsbedarf werden bislang in 330 Integrationsgruppen und 54 heilpädagogischen Gruppen begleitet.

„Inklusion ist ein Menschenrecht. Jeder Schritt hin zu mehr chancengerechter Betreuung für Kinder mit Behinderungen in der Elementarpädagogik ist ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit – und ein Schritt in eine solidarischere Gesellschaft. Wir in Wien stehen Schulter an Schulter mit Familien, die tagtäglich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Mit dem Ausbau heilpädagogischer Gruppen und der gezielten Unterstützung auch privater Träger erweitern wir gemeinsam das Angebot für Kinder mit Behinderungen – damit jedes Kind seinen individuellen Weg gehen kann. Das ist echte Politik für die Lebensqualität – und das ist Wiener Sozialpolitik in Aktion“, erklärt SPÖ-Familien-Kindersprecher und Gemeinderat Marcus Gremel.

Derzeit stellen die zwei Trägerorganisationen Therapieinstitut Keil GmbH sowie der Verein Karl Schubert Schule für Seelenpflege-bedürftige Kinder und Jugendliche in Wien als Vertragspartner der Stadt Wien heilpädagogische Plätze für Kinder bis zum Beginn der Schulpflicht zur Verfügung. Sie erhalten für insgesamt 82 Plätze eine Förderung von je 1.811,20 Euro Kind und Monat. Diese Förderung ist co-finanziert durch den Fonds Soziales Wien.

Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, ist eine schrittweise Erhöhung der förderbaren Plätze geplant:​

  • Ab September 2025: 178 Plätze​
  • Ab Jänner 2026: 226 Plätze​

Zusätzlich wird eine Anstoßfinanzierung in Höhe von 3 Millionen Euro bereitgestellt, um privaten Trägern den Aufbau neuer heilpädagogischer Gruppen zu erleichtern. Die Mittel verteilen sich auf die Finanzjahre 2025 (2 Millionen Euro) und 2026 (1 Million Euro). Pro heilpädagogischer Gruppe können bis zu 250.000 Euro beantragt werden, abhängig vom geplanten Aufwand und einem vorzulegenden Finanzplan.​

Für die Kindergartenjahre ab 2026/27 wird die Stadt Wien – Kindergärten gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien Lösungen für die Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen im Kindergarten erarbeiten. Ziel ist es die Effizienz der Förderprogramme zu steigern und die Plätze weiter auszubauen, um Kinder mit Beeinträchtigungen chancengerecht zu unterstützen.​

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