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Home » Verzweiflung in Pink
Medien

Verzweiflung in Pink

adminVon adminFeber 10, 20195 Minuten Lesezeit
© Peter Hartwig/kineo/Weydeman Bros/Yunus Roy Imer
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Der Berlinale Wettbewerbsfilm „Systemsprenger“ zeigt eine Neunjährige, die alle systemischen Grenzen sprengt – und sich in Wahrheit nur nach Liebe sehnt.

Wie viele Mädchen mag auch Benni die Farbe Rosa. Ihr Schultasche in rosa, auch Bennis Winterjacke und ihre Pulli mit der großen Pommes Tüte drauf. Mit ihrer porzellanfarbenen Haut, den strahlend blauen Augen und den hellblonden Haaren sieht die Neunjährige aus wie eine kleine, zarte Elfe – allerdings eine ziemlich zornige. Immer, wenn Benni wütend wird, wird das Bild auf der Leinwand mit einem rosa Schleier überlagert. Und Benni wird oft wütend. Sie wirft dann mit Bobby-Cars um sich, schafft es sogar in ihrer Raserei Sicherheitsglas zu zerstören. Benni schreit, tobt, rennt wie von Sinnen durch die Gegend, verletzt sich selbst und auch andere schwer. Sowohl ihr Pflegebruder bekommt ihre Wut zu spüren wie auch eine Klassenkollegin, die Benni mit voller Wucht auf die Platte des Schultischs schlägt bis das Blut aus der Nase rinnt.

„Systemsprenger“ – mit diesem inoffiziellen und teils umstrittenen Begriff bezeichnen Sozialarbeiter und Psychologen Kinder wie Benni, die sich nicht anpassen können und durch das soziale Gefüge fallen. So auch Benni. Ihre Mutter Bianca (Lisa Hagmeister) hat noch zwei jüngere Kinder und ist nicht in der Lage, mit der unberechenbaren Tochter klar zu kommen. Bianca ist vollkommen mit der Situation überfordert und obwohl sie Benni liebt, hat sie zugleich Angst vor ihr. Immer, wenn Benni einen ihre berüchtigten Ausraster bekommt, ist ihre Mutter so verzweifelt, dass sie sie abholen lässt – und die Volksschülerin landet dann auch schon mal in der Kinderpsychiatrie. Was Benni früher passiert ist, erfährt man nicht, aber es müssen traumatisierende Erlebnisse gewesen sein: Wenn jemand Bennis Gesicht zu nahe kommt, rastet sie aus, nur ihre Mutter lässt sie so nahe an sich ran. Aus zahlreichen WGs und Pflegefamilien ist das Mädchen schon hinausgeflogen, niemand will und kann sich der tobenden Neunjährigen mehr annehmen. Dann trifft das Mädchen eines Tages auf Micha (Albrecht Schuch). Der Sozialarbeiter ist eigentlich Anti-Gewalt-Trainer für Jugendliche und er soll Benni jeden Tag zur Schule begleiten. Als die beiden nach einem erneuten Ausraster Bennis drei Wochen lang im Wald verbringen, baut sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden auf, denn auch Micha hat keine unbeschwerte Kindheit gehabt und kann Benni verstehen. Und Benni könnte endlich eine Chance haben…

© kineo/Weydeman Bros/Yunus Roy Imer

„Systemsprenger“ ist einer von drei deutschen Wettbewerbsbeiträgen in diesem Jahr und der Spielfilmerstling der deutschen Regisseurin Nora Fingscheidt, die ihren Filme nicht nur mit einer starken Geschichte und ebensolchen Darstellern versehen hat, auch die Gestaltung ist intensiv. Zu recht wurde der Film bei seiner Berlinale Weltpremiere begeistert beklatscht, denn schon lange nicht mehr hat jemand so eindringlich und bewegend die Probleme von Kindern verdeutlicht, die nicht in unsere Gesellschaft passen wollen. Faszinierend ist Helena Zengel, die junge zehn Jahre alte Darstellerin. In zahlreichen Close-ups zeigt sie unverblümt und bisweilen schwer erträglich die Wut aber auch die Verzweiflung eines Mädchen, dass nirgends hineinpassen kann – und sich zugleich nur nach einem sehnt: Die Liebe seiner Mutter.

„Ich wollte schon sehr lange“, sagt Nora Fingscheidt, „eine Geschichte über ein sehr wildes und wütendes Mädchen erzählen. Vor einigen Jahren habe ich einen Dokumentarfilm über ein Heim für wohnungslose Frauen gedreht, als eines Tages ein erst 14-jähriges Mädchen eingezogen ist. Das hat mich richtig schockiert und ich habe mich gefragt, was ein junges Mädchen in solch einer Einrichtung  macht, in die die meisten erst hinkommen, wenn schon viele andere Türen für sie verschlossen sind. Die Sozialarbeiterin hat dann zur mir gesagt ,Ach, das sind die Systemsprenger.‘ Da war meine Neugier geweckt, denn ich finde es ist ein Thema, das gesellschaftlich relevant ist.“

© kineo/Weydeman Bros/Yunus Roy Imer

Die Filmemacherin, bislang für ihre Dokumentarfilme bekannt, betont, dass solche Gewaltausbrüche wie Benni sie hat immer auch ein Hilfeschrei sind. Ganz bewusst hat sie eine erst Neunjährige in den Mittelpunkt ihrer Geschichte gestellt und als Spielort nicht eine Großstadt sondern ein ländlicheres Umfeld gewählt, um zu zeigen, dass es diese Probleme nicht nur Pubertierende betreffen oder auch an einer Stadt liegen, wie sie in der Pressekonferenz zu ihrem Film sagt. „Es ist ein Strudel, der da entsteht: Diese Kinder fallen schon im Kindergarten auf und, wenn sie dann in die Volksschule kommen, waren sie schon bei zwei Psychologen und haben eine dicke Akte. Mit 18, wenn sie dann wirklich gefährlich werden, sagen alle ,Oh Gott, was für Monster.‘ Doch dahinter steckt ja eine Geschichte – und um die geht es in meinem Film.“

Wie ist Helena Zengel, die junge Hauptdarstellerin aus Berlin mit solch einer schweren Thematik umgegangen? „Es war eine neue Erfahrung für mich, und man dadurch  gelernt, diese Kinder zu verstehen. Es hat mir viel Freude gemacht, diesen Film zu machen. Das Weinen auf Knopfdruck war für mich manchmal schwer.“ In den eindringlichen Szenen des Film tobt Benni so sehr, dass man es kaum ertragen kann. Helena Zengel sagt über die Vorbereitung: „ Ich habe zusammen mit meiner Mama das Drehbuch gelesen und haben darüber geredet, wie sich das Kind fühlen könnte und was mit ihm innerlich passiert. Dann konnte ich mich gut darauf einstellen, ob ich in den jeweiligen Szenen eher traurig sein will oder eher aggressiv.“ In jedem Fall ein absolut sehenswerter Film, der ein bislang kaum bekanntes Thema auf höchst berührende Weise darstellt – und seinen Weg hoffentlich auch in die österreichischen Kinos findet.

© kineo/Weydeman Bros/Yunus Roy Imer

Hier finden Sie weitere familiii Berichte von der Berlinale 2019:

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admin

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