Babyhaut ist besonders empfindlich. Worauf vor allem im Sommer zu achten ist und warum jeder Sonnenbrand im Leben einer zu viel ist.
Einerlei welche Haarfarbe und welchen Hauttyp Ihr Kind hat: Babys haben eine besonders empfindliche Haut. „Babys und Kleinkinder unter einem Jahr sollten wir gar nicht der direkten Sonne aussetzen“, sagt Martina Löwe. Als Geschäftsführerin der Krebshilfe ist es ihr ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, dass jeder Sonnenbrand einer zu viel ist: „Die Haut vergisst nicht. Gerade was man in der Kindheit an Sonnenbränden abbekommt bedeutet eine Vorbelastung für später einmal entstehenden Hautkrebs, lässt mehr Muttermale entstehen und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Melanome.“
Während bei Erwachsenen des nördlichen Hauttyps (helle Haut, rötliches Haar, viele Sonnensprossen) schon fünf ungeschützte Sonnenminuten einen Brand verursachen können, ist dieser Zeitraum bei Babys noch kürzer.

Auch beim Einschmieren: Eltern sind Vorbild
Das Wichtigste ist für Babys also: Schatten und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. „Gerade beim Planschen und Pritscheln ist wasserfester Sonnenschutz das Um und Auf“, so Löwe. Eltern sollten sich auch stets ihrer Vorbildwirkung bewusst sein. „Wir Erwachsenen prägen unsere Kinder von klein auf. Es ist also wichtig, dass auch wir selbst uns gewissenhaft einschmieren.“
UV-undurchlässige Kleidung
Auch Menschen mit richtig dunkler, olivbrauner Hautfarbe sollten sich einschmieren. „Die meisten Erwachsenen wissen nicht, dass sie für sich selbst eigentlich 6 Teelöffel Sonnencreme brauchen. Das ist ziemlich viel. Und auch das Nachcremen ist wichtig.“ Besonders häufig nachgecremt werden muss bei Kindern, die am Strand oder in der Sandkiste spielen. Sand verursacht Abrieb und reduziert die Schutzwirkung enorm. Auch auf eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz und ordentliche, möglichst nicht enganliegende Kleidung muss geachtet werden. „Bei Kleidung ist UV-undurchlässiges Material zu verwenden.“
Nicht vergessen werden sollte, dass chemischer Schutz Zeit braucht bis er (ein)wirkt. Babys bzw. Kinder generell sollten immer mit Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor eingeschmiert werden. „Am besten mit Schutzfaktor 50 und wasserfest“, so Löwe.
Gelagert werden Sonnencremes am besten kühl, nicht in der direkten Sonne und jedenfalls nicht im aufgeheizten Auto. Alte Cremes bieten keinen wirksamen Schutz mehr. Um sicher zu gehen, ist vor Verwendung darauf zu achten, welche Mindesthaltbarkeitszeit ab Öffnung angegeben ist. Tipp, um sicher zu gehen: Beim Öffnen einer neuen Creme mit einem Stift gut sichtbar das genaue Datum markieren. Auch beim Stift gilt: am besten wasserfest.




