Familien leben heute in einer komplexen Welt, die sich stetig weiterentwickelt und verändert. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, sind Resilienz und Widerstandskraft nötig.
Beim ersten „Resilience Day“ des Babynahrungsherstellers Milupa im Wiener Impact Hub zeigten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen auf, wie Eltern ihre Kinder für die Zukunft stark machen können. Dabei geht es nicht nur um körperliche Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit, denn der Begriff Resilience umfasst neben körperlichen Erfahrungen, die das Immunsystem stärken, auch soziale Kompetenzen und bezieht die seelische Widerstandskraft mit ein.
Im Wiener Impact Hub diskutierten der Zukunftsforscher Matthias Horx und Psychologe Philip Streit über den Begriff und die Relevanz von Resilienz. Horx: „Resilienz bezeichnet auch den Mut zur Veränderung. Denn die Zukunft ist offen.“ Streit, Vertreter der Positiven Psychologie, fasst seinen Ansatz für das Meistern alltäglicher Herausforderungen wie folgt zusammen: „Wer positive Emotionen erleben kann und genießt, ist offener, flexibler, konzentrierter und gesünder.“
Anna Maria Cavini, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde bekräftigt die Bedeutung der Eltern für die Entwicklung psychischer, kreativer, emotionaler und sozialer Resilienz bei Kindern: „Mir ist es eine Herzensangelegenheit, den Eltern diese Kompetenzen zu vermitteln und sie somit in ihren Fähigkeiten als wichtigste Bezugspersonen der Kinder zu stärken.“
Die Bedeutung der körperlichen Anpassungsfähigkeit für die Entwicklung des Immunsystem stricht Karl Zwieauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in St. Pölten hervor: „Für die Entwicklung unseres Immunsystems und damit der psychischen Widerstandskraft sind viele Faktoren wichtig, die man als Eltern gut fördern kann: dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, beginnend bereits in der Schwangerschaft, aber auch ausreichend Bewegung und Umweltreize in der Natur.“
Wichtig im komplexen Rahmen der Entwicklung der Resilienz bei Babys und Kleinkindern, so Familienbegleiterin Sandra Teml-Jetter, sei auch ein klares Rollenverständnis in der Familie. Teml-Jetter: „Das ist entscheidend für die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Viele Eltern verlieren sich aber in ihrer Elternrolle. Daher möchte ich vermitteln, wie wichtig es ist, auch auf sich selbst zu achten, um auch jemanden anderen ganz nahe sein zu können.“
Und Pädagogin Doris Lepolt bricht eine Lanze für die Kreativität, die sich schon bei den ganz Kleinen herausbildet. „Kreativität gehört zu einem der zahlreichen personenbezogenen Faktoren, die laut Resilienzforschung die Entwicklung von psychischer Widerstandskraft fördern. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Empathie, und damit auch von Beziehungsfähigkeit“, betont sie in ihrem Vortrag.
Mit dem Aptaclub Elternservice bietet Babynahrungshersteller Milupa seit über 20 Jahren Eltern in den so entscheidenden ersten 1000 Tagen ihres Kindes eine bestmögliche Beratung und Unterstützung durch Ernährungswissenschaftlerinnen und Hebammen an, die auch alle selbst Mütter sind. Der „Resilience Day“ ist Teil des vielfältigen Engagements für Familien. „Wir haben den Resilience Day in Wien ins Leben gerufen, um eine Plattform für ein Thema zu schaffen, das viele Eltern intensiv beschäftigt und von großer Bedeutung für die Entwicklung unserer Kinder ist“, so Christopher Mayr, Geschäftsführer von Milupa Österreich und selbst vierfacher Vater. „Mit jeder neuen Erfahrung, die ein Kind macht, wird sein Immunsystem auf die Probe gestellt, aber auch gestärkt. Wir möchten Eltern ermutigen, diese Erfahrungen zuzulassen. Denn je vielseitiger die Anregungen für das Kind in seinen ersten Lebensjahren sind, desto besser kann es den alltäglichen Herausforderungen komplexer Lebenswelten mit innerer Stärke und Resilienz begegnen.“








