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Home » Oh boy!
Erwachsen werden

Oh boy!

Sandra LobnigVon Sandra LobnigJuni 23, 2021Aktualisiert:Feber 26, 20265 Minuten Lesezeit
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Warum man Buben das Kämpfen nicht verbieten sollte und hin und wieder beim Feuerwehreinsatz im Kinderzimmer eine Suppe kochen könnte.

„Attackeee!!!!!“ Wie Superman streckt der fünfjährige Tim seinen Arm, ballt die Hand zur Faust und stürzt sich lautstark auf seinen kleinen Bruder Noah. Der lässt sich nicht zweimal bitten. Binnen Sekunden ist ein wildes Gerangel in Gange, aus dem die Buben nach ein paar Minuten wieder auftauchen. Mit roten Köpfen, verschwitzt, außer Atem. Und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Mutter von Tim und Noah hat sich an solche Raufereien längst gewöhnt. Hauptsache, niemand verletzt sich und keiner heult. „Typisch Buben!“, denkt sie nur. Die sind eben laut, wild, kämpferisch. Spielen am liebsten Fußball, klettern auf die höchsten Bäume und lassen keine Baustelle links liegen. Ist doch so, oder? Selbst Eltern, die bewusst darauf achten, ihr Kind in kein Geschlechterstereotyp zu drängen, müssen in vielen Fällen irgendwann feststellen: Ihr Sohnemann interessiert sich in erster Linie für Bagger und Dinos, während die extra gekauften Puppen in der Kinderzimmerecke verstauben. Sind Buben wirklich von Natur aus lauter, wilder, bewegungsfreudiger? Brauchen sie gar eine andere Art der Erziehung als Mädchen? Was ist dran an Geschlechterzuschreibungen?

Mehr sprachliche Anregung

Es gibt tatsächlich Verhaltensweise und Vorlieben, die bei Buben tendenziell häufiger vorkommen, sagt der deutsche Jungenforscher und Autor Reinhard Winter. „Jungen haben oft einen stärkeren Bewegungsdrang, auch einen stärkeren Bezug auf Status. Das heißt, Selbstbehauptung in Gruppen ist bei ihnen anders ausgeprägt als bei Mädchen.“ Viele der Unterschiede im sozialen Verhalten ließen sich auf körperliche, biologische Differenzen zurückführen. So sind Buben im ersten Halbjahr nach der Geburt und später in der Pubertät stärker mit Testosteron versorgt. Die Impulskontrollsteuerung ist bei ihnen im Vergleich zu Mädchen verzögert, ebenso wie die Sprachentwicklung.

„Auf diese Differenzen sattelt dann die Kultur auf und beschleunigt gewisse Tendenzen“, erklärt Winter. Das, was gemeinhin als ‚typisch‘ bei Buben – und natürlich auch bei Mädchen – gilt, entsteht aus einem Ineinander von körperlichen und sozialen Einflüssen. Winter veranschaulicht das anhand der Sprachentwicklung von Buben: „Mit Jungen, deren Sprachentwicklung eher verzögert ist, sprechen die Menschen in ihrem Umfeld oft vereinfacht. Sie fördern sie nicht, wodurch ihr Sprachstil schlichter bleibt.“ Das sei fatal. Denn Buben würden nicht weniger, sondern mehr sprachliche Anregung brauchen. „Dazu kommt, dass Jungen ihr sprachliches Defizit dann häufig über andere Dinge, wie zum Beispiel ihr Streitverhalten, kompensieren.“ Da haben wir ihn also: Den ‚typischen‘ Buben, der seinen weiblichen Altersgenossinnen sprachlich hinterherhinkt und sich aggressiver und kämpferischer gibt.

Lust aufs Kämpfen

Wie Buben sind, was sie brauchen und inwiefern sie sich von Mädchen unterscheiden: Diese Fragen sind für Reinhard Winter wichtig und sinnvoll. Stereotype und vorschnelle Zuschreibungen seien dabei allerdings fehl am Platz. „Es geht immer auch darum, das einzelne Individuum zu sehen. Mit der Frage im Hinterkopf: Was bist denn du für einer? Auf welche Weise bist du denn männlich?“ Eltern sollten die Bedürfnisse ihres Sohnes kennen und ihnen mit Offenheit begegnen – ob dieser nun am liebsten seinen Bruder zum Zweikampf auffordert, gerne beim Vorlesen kuschelt oder sich beim Fußballspielen auspowert.

Besonders mit der Lust aufs Kämpfen würden sich viele Eltern schwer tun, sagt Winter. „Ich würde das nicht einfach verbieten, sondern überlegen, wann es passende Momente gibt, um zu kämpfen.“ Winter empfiehlt, zum Beispiel beim Spielen das Spektrum dessen, was als männlich empfunden wird, zu erweitern: Beim Kämpfen auch die Verletzten versorgen. Beim Feuerwehreinsatz für die Helden eine gute Suppe kochen. „Fürsorglich und einfühlsam sein, das ist ja genauso männlich.“

Reden beim gemeinsamen Tun

In der Erziehung von Buben bringen Mütter und Väter immer auch ihr eigenes Geschlecht mit ein, was Chancen und Risiken berge, sagt Reinhard Winter. „Mütter definieren sich oft stark über Fürsorglichkeit. Sie sind manchmal überfürsorglich und können ihren Sohn nicht ins Großwerden entlassen.“ Väter hingegen würden ihre Söhne häufig überfordern und Dinge verlangen, die diese noch gar nicht leisten könnten. Manche beginnen mit ihren Söhnen auf eine unangemessene Weise zu konkurrieren. „Zum Beispiel, wenn sie sich beim Skifahren mit ihrem Sohn messen und unbedingt schneller und besser fahren möchten als er.“ Ob Mutter oder Vater: Wichtig sei, stets in Beziehung zu bleiben. Und das laufe bei Buben häufig über das gemeinsame Tun. Beim Kochen, beim Sport, beim Handwerken. Dabei können sich – ganz beiläufig – die besten Gespräche ergeben, sagt Winter. „Jungen reden eher, wenn man in die gleiche Richtung schaut.“

Nah und klar

Laut, wild, aggressiv: Das Image von Buben ist schlecht. Buben ecken an, während Mädchen als kulturell angepasster gelten. Brav, gut in der Schule. Waren Buben bis vor wenigen Jahrzehnten die Hoffnungsträger der Zukunft, hat sich der Blick auf sie gewandelt. Spätestens seit Beginn der Pisa-Tests. Anfang der 2000er-Jahre, werden sie zunehmend als Problemträger gesehen. „Wenn man sich die Kriminalitätsrate und die Schulerfolgsstatistiken anschaut, muss man schon sagen, dass Jungen tatsächlich viele Probleme machen“, sagt Reinhard Winter. Er warnt jedoch davor, den Fokus nur auf das Negative zu legen. Denn: „Jungen werden so, wie sie gesehen werden.“ Um Konflikte kämen Eltern in der Beziehung zu ihrem Sohn aber nicht herum.

„Jungen brauchen es, sich zu reiben. Gerade in der Pubertät und kurz davor ist es für sie sehr bedeutsam. Übers Streiten bleiben sie in Beziehung.“ Wesentlich sei, dass Eltern die Führung übernehmen und dabei liebevoll bleiben. ‚Nah und klar‘ nennt Winter diesen Führungsstil, dessen Fundament die Beziehung zum Kind sein müsse. „Manchmal müssen Eltern sagen: Stopp! So sprichst du nicht mit mir! Ihre klare Haltung ist hier gefragt, aber immer gepaart mit Wärme und Zuwendung.“

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Sandra Lobnig

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