Heuer werden viele Kinder ihre Ferien zuhause verbringen. Um Langeweile zu vermeiden, sollten Eltern ausreichend Spiele kennen. Hier präsentieren SpielepädagogInnen lustige Spielideen für den Sommer.
„Mir ist langweilig!“, „Was soll ich denn spielen?“ Alle Eltern kennen diese und ähnliche Aussagen ihrer Kinder. Das Interesse für Spiele – außerhalb der digitalen Welt – in Kindern zu wecken, scheint oft unmöglich zu sein. Besonders jetzt in den Ferien wissen Kinder oft nichts mit sich anzufangen. Hier ist die Kreativität der Eltern gefragt.
„Ein vielfältiges Angebot weckt die Neugierde, Herausforderungen regen den Ehrgeiz an, Anerkennung und Lob (be)stärken Kinder. Nicht zu unterschätzen ist die eigene Vorbildwirkung. Wer selbst neugierig auf die Welt ist, steckt auch seine Kinder damit an“, erklärt Karoline Buchberger von den Kinderfreunden OÖ.
Fordern nicht überfordern
„Die beliebtesten Spiele sind bei uns immer die, die nicht nur für ein Spiel verwendet werden können, sondern Raum für Kreativität lassen und von den Kindern vielseitig eingesetzt werden können“, erklärt Manuela Marischka, stellvertretende Geschäftsleiterin bei Höller Spiel. Bei der Auswahl der Spiele gilt es, die Kinder zu fordern, aber nicht zu überfordern. Das betrifft natürlichauch die Dauer eines Spiels.
„Bei Kindern im Kindergartenalter sollten die Spiele maximal zehn Minuten dauern. Volksschulkids halten schon länger durch. Länger als 20 Minuten sollte ein Spiel aber grundsätzlich nicht dauern. Komplizierte Regeln sollten vermieden werden“, so Leonie Koch, Spielbus-Koordinatorin bei den Wiener Kinderfreunden aktiv. Als Ferienprojekt empfiehlt sie das Anlegen einer Spielemappe. „In dieser werden Spielideen gesammelt, mit Fotos, Selfies etc. beim Spielen versehen, es könnte eine Bewertungstabelle geben, etc. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und die Gestaltung der Mappe selbst ist auch eine schöne Aktion für Schlechtwettertage.“, so Leonie Koch.
Kinder unterschiedlichen Alters zum gemeinsamen Spielen anzuregen bedeutet für Eltern oft eine Herausforderung. „Spielen bedeutet auch Lernen und Entwicklung. Damit gibt es je nach Alter und Entwicklungsstand andere Interessen und Bedürfnisse. Dieser Diskrepanz lässt sich kreativ entgegenwirken. Bei vielen Spielen für ältere Kinder können auch die Regeln für die Jüngeren abgeändert werden, sodass möglichst alle Spaß und Freude am Spiel haben. Auch das Bilden von Gruppen kann manchmal hilfreich sein. Die Kinder unterschiedlichen Alters spielen zum Beispiel in einer Gruppe gegen den oder die Erwachsenen“, erklärt Martin Gerdenitsch, Referent bei der Wiki Kinderbetreuungs GmbH.
Wenig Platz
Auch bei wenig Platz in der Wohnung oder auf dem Balkon lässt sich ein spielfreudiges Umfeld schaffen. Einfache Spielmaterialien wie Wasserund Sand finden auch auf einem kleineren Balkon Platz. „So wird aus einem mit Wasser gefüllten Wäscheschaffel und einem Tischtennisball schnell ein Wasserfußballfeld, bei dem die Spieler versuchen, den Ball durch Pusten auf die gegnerische Seite zu bringen“, so Gerdenitsch.












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