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Home » Die Zeit kommt nicht zurück
Familienzeit

Die Zeit kommt nicht zurück

adminVon adminSeptember 8, 2019Aktualisiert:Feber 26, 20268 Minuten Lesezeit
© Katharina Stögmüller
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Papamonat und Väterkarenz bedeuten Zeit mit dem Kind, in der eine besondere Bindung aufgebaut wird. Den Entschluss, diese zu nutzen, hat noch niemand bereut.

Gerhard hat während der rund sechsmonatigen Karenz die Beziehung zu seiner Tochter Sophie vertieft und auch viel über sich gelernt.

Gerhard hat sich schon vor der Geburt seiner Tochter gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin dafür entschieden, nicht nur den Papamonat zu nutzen, sondern auch die Karenz ziemlich 50 : 50 aufzuteilen. Mittlerweile ist die Tochter zweieinhalb Jahre alt, Gerhard spricht nur positiv von dieser Erfahrung. Entscheidend waren damals für ihn mehrere Gründe: „Ich wollte gerade in der Frühentwicklung Zeit mit meiner Tochter verbringen und auch bewusst Vater sein und diese Rolle aktiv erleben und kennenlernen.“ Wichtig war dabei für ihn auch, dass er nicht wollte, dass das 50 : 50-Modell, die Aufteilung des gemeinsamen Kümmerns um Haushalt und Allfälliges, mit der Geburt des Kindes endet. Nachdem er selbst mit einem „emanzipierten Vater“ aufgewachsen ist, den er durchaus als Vorbild sieht, hat er im eigenen Umfeld immer wieder erlebt, dass auch in durchaus fortschrittlichen Beziehungen mit dem ersten Kind eine klassischere Rollenverteilung eingesetzt hat und sich in erster Linie die Mütter um die Kinder kümmern. Dass sein Vater außerdem früh gestorben ist, hat Gerhard zusätzlich motiviert, möglichst viel Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Auch für Holger, der in der Medienbranche in Wien arbeitet, haben diese Überlegungen eine Rolle gespielt. Er ist Vater einer Tochter und eines Sohnes und war bei beiden Kindern jeweils sechs Monate in Karenz: „Für mich war immer klar, dass ich in Karenz gehen würde. Erstens, weil ich Zeit mit den Kindern verbringen wollte. Und zweitens, weil die Kinderbetreuung für mich zum Vatersein dazugehört.“

Zeit der Bindung

An den ersten Monat nach der Geburt, den Papamonat, erinnert sich Gerhard noch sehr gut: „Das war Stress pur! Man kann sich auf vieles vorbereiten – aber in das Gefühl, die totale Verantwortung für ein Menschenleben zu haben, muss man erst hineinwachsen.“ Dazu gehörten für ihn auch viele Gespräche mit seiner Lebensgefährten, etwa darüber, wie warm das Kind angezogen werden soll, und viele andere Punkte, in denen sie unterschiedlicher Meinung waren. Beide Väter erinnern sich gut daran, dass sie in der Karenz als Elternteil, der mehr Zeit mit dem Kind verbracht hat, auch zur ersten Bezugsperson für das Kind wurden. „Wer mehr Zeit mit Sophie verbracht hat, auf den war sie fixiert“, erinnert sich Gerhard: „Nach unserer beider Karenz entscheidet sie nun nach Lust und Laune, wer gerade ihr Hero ist.“ Auch für Holger ist diese Bindung wichtig: „Während der Karenz war ich die primäre Bezugsperson für meine Kinder. Die Bindung, die in dieser Zeit entsteht, hält auch an, wenn man später nicht mehr so viel Zeit gemeinsam verbringen kann.“ Und er beschreibt weiter, dass die Karenz ihm gezeigt hat, wie viel hier oft zu vereinbaren ist: „Es war eine schöne, intensive Zeit. Den Kindern dabei zu zusehen, wie sie gehen lernen und langsam die Welt erobern, war wunderbar. Gleichzeitig ist es auch fordernd, in dem Takt zu leben, den das Kind vorgibt. Und nebenbei den Haushalt zu machen. Es dauert eine Weile, bis man eingespielt ist und die Zeit genießen kann.“

© Katharina Stögmüller

Gut vorbereitet

Zur Vorbereitung auf die Karenz empfehlen beide in Gesprächen mit der Partnerin auch die gemeinsame Auseinandersetzung mit den finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen – und bei unselbstständig Beschäftigen das frühe Gespräch mit den Vorgesetzten. Gelingt dies, sind die Reaktionen von Kolleginnen und Kollegen oft sehr positiv. In dem Unternehmen, bei dem Holger arbeitet, war Karenz auch damals schon nichts Ungewöhnliches: „Die Reaktionen der Kolleginnen und Kollegen waren positiv. Dass auch Väter in Karenz gehen, war bereits gelebte Unternehmenskultur, als ich vor sechs Jahren das erste Mal in Karenz ging.“ Auch für Gerhard gab es im Job durch die Karenz keinerlei Probleme und durchwegs positive Reaktionen von seinen  Kollegen. Allerdings wartete auf ihn beim Wiedereinstieg in seinen Job in der Forschung eine besondere Aufgabe: „Ich arbeite in der Wissenschaft, und da tut sich in kurzer Zeit sehr viel. Es hat etwas länger gedauert, bis ich wieder auf dem aktuellen Wissensstand war.“

Man kann sich auf vieles vorbereiten – aber in das Gefühl, die totale Verantwortung für ein Menschenleben zu haben, muss man erst hineinwachsen.

Gerhard über den Papamonat

Rechtliche Regelungen

Neben der Entscheidung für ein finanzielles Modell – hier gibt es Varianten mit Fixbeträgen und einkommensabhängige Modelle mit bestimmten Vorlauffristen – sind noch andere rechtliche Regelungen zu beachten. So gibt etwa keinen generellen Rechtsanspruch auf den sogenannten Papamonat – dieser ist in manchen Branchen im Kollektivertrag geregelt und muss in anderen mit dem Arbeitgeber ausgehandelt werden. Der Kündigungsschutz ist für Mütter und Väter unterschiedlich: Plant die Mutter eine Karenz im Anschluss an die Schutzfrist, muss das dem Arbeitgeber noch während der Schutzfrist bekannt gegeben werden. Väter müssen ihre geplante Karenz spätestens acht Wochen nach der Geburt melden. Nimmt der Vater Elternkarenz oder Elternteilzeit unmittelbar nach der Schutzfrist der Mutter in Anspruch, beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz mit der Meldung, jedoch nicht wie bei der Mutter vor der Geburt des Kindes.

Mütter wie Väter nützen die Karenz teilweise zur Umorientierung und einen Jobwechsel. Viktoria Spielmann von der Abteilung für Arbeitsmarktpolitik für Frauen des AMS Österreich über die Möglichkeiten, etwa die Elternkarenz mit einer Bildungskarenz zu verbinden: „In Österreich gibt es keinen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz, das heißt, es ist eine Ausverhandlungssache mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber. Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, nach der Elternkarenz eine Bildungskarenz anzuhängen. Erfahrungsgemäß wissen wir jedoch, dass sich dies teilweise widersprüchlich auf die Arbeitsmarktchancen auswirkt.“

Das AMS hat im Bezug auf Elternkarenz in erster Linie eine beratende Funktion, die eigentliche Abwicklung dieser läuft über die Sozialversicherungen. Fragen, mit denen sich Eltern an das AMS wenden, drehen sich oft um das Thema Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Arbeitssuchende Mütter haben es besonders schwer, da Frauen noch immer den Großteil der unbezahlten Sorge- und Betreuungsarbeit leisten und daher mit Mehrfachbelastung konfrontiert sind. Hinzu kommt, dass je nach Region die Kinderbetreuungsmöglichkeiten stark divergieren“, erzählt Viktoria Spielmann aus der Praxis. Und dies betrifft auch den Wiedereinstieg: „Wir informieren Frauen darüber, dass sie mit einer möglichst hohen Stundenanzahl wieder einsteigen sollen, denn viele Frauen tappen in die Teilzeitfalle. Dabei ist es und wichtig, gängige Geschlechterstereotype zu hinterfragen und darauf hinzuweisen, dass die unbezahlte Betreuungsarbeit partnerschaftlich aufgeteilt werden sollte!“ „Karenz“ meint grundsätzlich den Anspruch auf Freistellung von Arbeit gegen den Entfall von Arbeitsentgelt
und betrifft damit unselbstständig Beschäftigte.

Aber auch für Selbstständige gibt es die Möglichkeit, Kinderbetreuungsgeld zu beziehen, um zu Hause zu bleiben – auch hier nach Wahl in einem pauschalen oder einem einkommensabhängigen Modell. Statt Papamonat gibt es für Selbstständige die Möglichkeit, für 28 bis 31 Tage nach der Geburt des Kindes die Erwerbstätigkeit zu unterbrechen und einen so genannten Familienzeitbonus zu erhalten.

© Katharina Stögmüller

Nach der Karenz

Manuela Vollmann ist Geschäftsführerin von ABZ Austria, einem Verein, der sich seit 1992 für Gleichstellung am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft einsetzt. Sie beobachtet, dass die Themen Papamonat, Väterkarenz, väterfreundliche Arbeitszeiten und auch Elternteilzeit für Väter wichtiger werden – nicht zuletzt, wenn Unternehmen im Wettstreit um die besten Arbeitskräfte stehen. Sie berät hier Unternehmen und sieht eine wichtige Rolle bei den Führungskräften, die im besten Fall mit gutem Beispiel vorangehen: indem sie selbst in Karenz gehen und auch so dem Thema mehr Relevanz geben. Für entscheidend hält sie letztlich die Arbeitszeitmodelle nach der Karenz und empfiehlt etwa, dass nicht nur Mütter in Teilzeit gehen und auf 20 Stunden reduzieren, sondern beispielsweise beide Elternteile ihre Wochenarbeitsstunden auf 30 reduzieren, was den Karrieren und Einkommen der Mütter gut tut und beiden Eltern mehr Zeit mit den Kindern ermöglicht.

Unbedingt machen!

Auch für Gerhard und Holger war die Karenz wichtig für die Zeit danach. „Die Karenz ist auch Vorbereitung für den Alltag danach. Die größte Herausforderung kommt nach Karenzende: Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, wenn beide Eltern wieder im Job sind. Da macht es sich bezahlt, auf den Erfahrungsschatz aus der Karenz zurückgreifen zu können“, ist Holger überzeugt. Für Gerhard war es „eine tolle Zeit, in der man viel über die Entwicklung eines Menschen lernt und auch über sich selbst. Man gewinnt Abstand zu Dingen die einem vorher wichtig waren, und lernt, wo die eigenen Grenzen sind. Am wichtigsten ist aber, dass man eine tolle Beziehung zum eigenen Kind aufbaut.“ Holger abschließend: „Ich war immer länger in Karenz, als ich Kinderbetreuungsgeld bezogen habe. Die Zeit mit meinen Kindern war es mir aber definitiv wert. Es klingt abgedroschen, aber ich glaube es stimmt: Diese Zeit bekommt man nicht mehr zurück. Selbst wenn jemand nur zwei Monate in Karenz geht, würde ich jedem empfehlen: unbedingt machen!“

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