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Home » „Der Islam ist eine Kultur, die uns verändern will“
Bildung

„Der Islam ist eine Kultur, die uns verändern will“

Christian NeuholdVon Christian NeuholdDezember 20, 20256 Minuten Lesezeit
© Seifert Verlag
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Christian Klar ist Direktor einer Mittelschule in Wien-Floridsdorf, ÖVP-Politiker und Buchautor. Seit zehn Jahren macht er mit kontroversiellen Botschaften in den Medien und als Buchautor über die Probleme im Bildungssystem aufmerksam. Seit Anfang November ist sein zweites Buch „Wie retten wir die Zukunft unserer Kinder?“ im Buchhandel erhältlich. „familiii“ sprach mit ihm über den Vormarsch des Islam an Österreichs Schulen und über die Notwendigkeit von mehr Strenge im Unterricht.

familiii: Herr Klar, in ihrem Buch sagen Sie, dass 

sich Österreich in einem Religionskampf mit dem 

Islam befindet. Was meinen Sie damit?

Klar: „Wir befinden uns in einem Kampf um die Werte 

unserer Gesellschaft. Unsere westlichen, liberalen 

Werte werden von der islamischen Kultur in Frage 

gestellt, die ganz andere Grundwerte vertritt. Das 

ist eine Gefahr für unsere Art zu leben. Im Islam sind 

Mann und Frau nicht gleichgestellt. Da unterstellt 

schon der Prophet Mohammed Frauen, dass sie 

weniger intelligent als Männer wären. Und an anderer 

Stelle im Koran können wir lesen, dass Männer Frauen 

schlagen dürfen, wenn ihnen diese nicht folgen. 

Homosexualität gilt als Krankheit. Im Islam gibt es 

auch keine Religionsfreiheit. Sie bedeutet für gläubige Muslime, dass Menschen die Freiheit haben, den 

Islam zu leben. Andersgläubige kann übel mitgespielt 

werden, außer sie zahlen Schutzgeld. So sagen es 

die Dhimmi-Regeln. Das sind alles Werte, die nicht zu 

einem liberalen Land mit einer offenen Gesellschaft 

passen. Der Islam ist eine Kultur, die uns verändern 

will. Das wollen nicht alle in Österreich erkennen. 

Sie werfen dem Islam auch Antisemitismus vor. Wie 

kommen Sie zu dieser Aužassung?

Ich war zwölf Jahre Lehrer an einer jüdischen Schule. Daher ist für mich die Aussage „Nie wieder!“, was 

Antisemitismus betrifft, ein ganz wichtiger Bestandteil meines Handelns. Im Islam gilt dieser Satz nicht. 

Antisemitismus hat in der islamischen Lehre eine 

Grundlage. Daher geben jüdische Eltern ihre Kinder in 

Ballungszentren nicht mehr in öffentliche Schulen.

Gibt es an Ihrer Schule Probleme mit Kindern islamischen Glaubens und deren Eltern?

Es fehlt diesen Kindern sehr oft der Respekt vor 

Lehrerinnen. Ich dulde das als Direktor nicht und das 

wissen auch meine Schülerinnen und Schüler, die 

von mir deswegen nicht zurechtgewiesen werden 

wollen. Dazu kommen mangelnde Deutschkenntnisse. 

Es gibt bei uns Kinder, die mit drei Jahren kein Wort 

Deutsch gehört oder gesprochen haben. Sie leben in 

einer Parallelgesellschaft, die mit unserem Land und 

dessen Regeln nichts zu tun haben will. Deren Schullaufbahn ist dann nicht zufriedenstellend, weil sie dem 

Unterricht oft nur unzureichend folgen können. Es gibt 

Väter dieser Kinder, die nicht mit einer Lehrerin sprechen wollen. Doch hier hat die Schule leider zu wenig 

Sanktionsmöglichkeiten. Das Ausbleiben von Sanktionen in der Schule lässt Menschen an der Ordnung und 

am Ordnungshüter zweifeln.

Jetzt soll es ja zu einem Kopftuchverbot an den 

Schulen kommen und Sanktionsmöglichkeiten gegen Eltern, deren Kinder sich nicht an die Regeln in 

den Schulen halten oder Deutschförderunterricht 

nicht besuchen, geben. Sind diese Maßnahmen ausreichend?

Diese Maßnahmen sind ein erster Schritt. Das Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren halte ich 

für wichtig. Allerdings sollte es auch für Lehrerinnen 

gelten. Die haben eine Vorbildfunktion und großen 

Einfluss auf die Kinder. Doch mir fehlen heute Möglichkeiten, ein Kind, dass sich aufführt und sich nicht in die 

Schulgemeinschaft integrieren will, das etwa Gewalt 

ausübt, in eine andere Schule ohne die Unterschrift 

der Eltern zu versetzen. Diese Kinder haben oft einen 

großen Rucksack zu schleppen und 

haben auch ein Recht auf Bildung, sie 

brauchen aber dafür spezielle Einrichtungen. Es greift aber meiner Meinung 

nach zu kurz, Maßnahmen nur an den 

Schulen zu setzen. Wer nach Österreich 

kommt und hierbleiben will, muss sich 

für unsere Lebensweise entscheiden. 

Die Staatsbürgerschaft sollte nur an 

Menschen vergeben werden, die sich 

dazu verpflichten. Ein erster Schritt ist 

die Benennung des Problems. Teile des 

10. Bezirks etwa sind heute nicht die 

Stadt, in der ich leben möchte. Gleichzeitig muss man auch laut sagen, dass 

man unsere Grundwerte verteidigen 

möchte und wird. Das muss ausgesprochen werden, da gibt es nichts schön zu 

reden. 

„Es muss die Möglichkeit geben, Kinder in der 1. Klasse Volksschule durchfallen zu lassen, wenn sie nicht das notwendige Sprachniveau erreicht haben.“

Christian Klar, Direktor einer Mittelschule in Wien und Buchautor

Vielfach kommen Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen auch aus bildungsfernen Familien. Wie wollen Sie in so einem Umfeld Bildungserfolge erzielen?

Der Autor Ahmed Mansour hat dazu 

einen sehr passenden Satz geschrieben: Es wird uns gelingen, weil es uns 

gelingen muss. Wenn wir nicht wollen, 

dass sich unsere Gesellschaft spaltet, 

muss es uns gelingen, diesen Kindern 

unsere Werte näherzubringen. Dazu 

gehören aber auch Maßnahmen, die 

die Bildung einer Parallelgesellschaft, 

wie wir sie heute bereits in einigen 

Teilen Wiens haben, verhindern. Dazu 

gehört etwa, dass Menschen, die seit 

10 Jahren in Österreich leben und kein 

Wort deutsch sprechen, auf Ämtern 

keinen Dolmetsch mehr bekommen. Wir 

müssen allen Geschäften in Österreich 

vorschreiben, Waren nur auf Deutsch 

auszuschreiben. Es muss jedem klar 

sein, dass man in Österreich arbeiten muss, um gut 

leben zu können und um arbeiten gehen zu können, 

muss man Deutsch sprechen. 

Wie wollen Sie Kinder aus diesen Familien Deutsch

zeitgerecht, also vor Schuleintritt, beibringen?

Der verpflichtende Kindergartenbesuch ab 3 Jahren 

in Kindergärten mit Deutsch als Sprache ist hier 

absolut wichtig. In drei Kindergartenjahren kann man 

viel bewirken. Ich wäre auch dafür, wenn das letzte Kindergartenjahr als Vorschuljahr geführt wird, 

natürlich ohne Noten, aber so, dass die Kinder an 

die schulischen Abläufe herangeführt 

und letzte Sprachdefizite abgebaut 

werden können. In der 1. Klasse der 

Volksschule muss es die Möglichkeit 

geben, Kinder, die nicht das notwendige Sprachniveau erreicht haben, 

durchfallen zu lassen, damit sie die 1. 

Klasse nochmals wiederholen. Derzeit 

geht das nur in der 4. Klasse. Dort ist es 

aber nicht so sinnvoll, weil die Kinder in 

den vorangegangenen Volksschuljahren dem Unterricht nicht wirklich folgen 

konnten und so kaum Chancen haben, 

ihre Bildungskarriere erfolgreich abzuschließen.

Wie wird die Schule der Zukunft Ihrer 

Meinung nach aussehen?

Die Schule der Zukunft wird zumindest 

mittelfristig wieder eine konservative Schule sein, in der Leistung und 

Ordnung ihren Platz haben. Unsere 

derzeitige Gesellschaftsordnung in 

Österreich ist für eine Gesellschaft 

gedacht, die es so nicht mehr gibt. Wir 

müssen wieder Leistung einfordern und 

das Lernen belohnen. Die gemeinsame 

Schule für alle zwischen sechs und 14 

Jahren wird die Probleme nicht lösen, 

denn sie kann Kindern mit unterschiedlichen Bildungsniveaus nicht jenen Unterricht angedeihen lassen, der die Kinder 

befriedigt. Die einen werden überfordert, die anderen sind gelangweilt, weil 

sie im Unterricht nicht gefordert werden. 

Eine gemeinsame Schule für alle funktioniert nur bei einer homogenen Schülergeneration. Davon sind wir in Österreich 

derzeit sehr weit entfernt.

Glauben Sie an eine Reformierbarkeit 

der an sich nur sehr langsam verändernden Schulbereichs?

Ich glaube daran, denn heute sagt niemand im 

Bildungsbereich mehr, dass wir kein Problem haben. 

Dadurch verändert sich auch der Diskurs hin zu 

Lösungsvorschlägen, die uns hoffentlich in den 

kommenden Jahren wirklich weiterbringen. 

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Christian Neuhold

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