Lange Zeit hieß es, dass auf Kindermatratzen nicht so ein großer Wert gelegt werden muss. Doch dies ist definitiv falsch. Denn auch sie können eine Ursache des plötzlichen Kindstodes sein, wie in Studien belegt wurde. Daher ist schon vom ersten Tag an die Matratze besonders wichtig, um Schäden am Bewegungsapparat von vorneherein auszuschließen. Gerade Matratzen, die nicht optimal für das Kind sind, können zu Verformungen der Wirbelsäule führen.
Zudem haben Kinder ein sehr hohes Schlafbedürfnis. Sie verbringen pro Tag rund 10 bis 12 Stunden in ihrem Bett. Selbst ältere Kinder kommen in der Regel noch auf mindestens 8 Stunden. Somit ist die Matratze besonders wichtig und hier sollte auf keinen Fall gespart werden. Die Kindermatratze muss den Körper abstützen, gleichzeitig aber auch stabil sein, sodass das Kind nicht mehr als 3 cm einsinkt.
Schadstoffe in Matratzen
Babys und Kleinkinder reagieren sehr empfindlich auf Schadstoffe, da ihr Körper noch in der Entwicklung ist und das Immunsystem aufgebaut werden muss. Auch größere Kinder reagieren bei Schadstoffen stark. Daher muss beim Kauf zwingend auf Unbedenklichkeitssiegel wie Öko-Tex-100 Standard geachtet werden. Dies bietet zum Beispiel auch die AM Qualitätsmatratze, die speziell für Kinder entwickelt wurde.
Welche Größe ist die richtige?
Hier gibt es eine Faustformel, nach der sich die Eltern sehr gut richten können. Das Maß ist perfekt, wenn die Matratze gut 20 cm länger als die Körpergröße ist. Da die Zwerge relativ schnell wachsen, ist eine Kindermatratze nicht ewig haltbar. In der Regel sollte eine neue Matratze gekauft werden, wenn das Kind oben und unten weniger als 10 cm Platz hat.
Der richtige Lattenrost
Ein Lattenrost ist wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden. Moderne Betten, die nur eine MDF-Platte als Unterlage haben, sind nur für größere Kinder interessant, bei denen die Gefahr ins Bett zu machen nicht mehr gegeben ist. Zudem ist bei solchen Betten nur eine Federkernmatratze empfehlenswert, da diese ausreichend belüftet wird. Dennoch sollte die Matratze immer wieder angehoben werden, damit die Luft für ein paar Stunden zirkulieren kann.
Bei kleineren Kindern ist ein richtiger Lattenrost wichtig, damit sich durch die Feuchtigkeit kein Schimmel bildet. Zudem sind atmungsaktive Matratzenschoner empfehlenswert. Auf Gummi-Matratzenunterlagen sollte verzichtet werden. Zum einen, weil die Matratze nicht atmen kann und zum anderen, weil die Kinder auf dieser stark schwitzen und so die Feuchtigkeit nicht transportiert werden kann.
Das Material der Kindermatratze
Die häufig verwendeten Materialien für eine Kindermatratze sind Kokos, Kaltschaum, Schaumstoff und Latex. Dabei haben alle Materialien ihre Vor- und Nachteile. Schaumstoff ist deutlich günstiger, hat aber eine schlechtere Qualität als Kokos-, Kaltschaum- oder Latexmatratzen.
Beim Kauf einer Kindermatratze ist es außerdem wichtig, auch die richtige Härte zu finden. Die Matratze sollte nicht zu hart und nicht zu weich sein. Ideal ist, wenn die Kinder etwa 3 cm auf der Matratze einsinken. So ist der Körper gestützt und wird stabilisiert.
Für welche Kindermatratze man sich am Ende entscheidet, ist nicht nur eine Kostenfrage. Kindermatratzen gibt es selbst in guter Qualität bereits ab 50 Euro. Wer auf eine Premium Matratze setzt, hat natürlich auch die Möglichkeit mehr als 200 Euro auszugeben.
