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Home » Tut tot-sein weh?
Erwachsen werden

Tut tot-sein weh?

Sabine StandenatVon Sabine StandenatNovember 22, 2019Aktualisiert:Feber 26, 20263 Minuten Lesezeit
© iStock Images
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Manche Kinder haben schon wichtige Bezugspersonen durch den Tod verloren. Wie können Erwachsene sie einfühlsam begleiten, und kann sogenanntes „Bestattungsspielzeug“ dabei helfen? Ein Allerheiligen-Report.

Renee ist sechs Jahre alt, und seine Mutter ist gerade an Krebs gestorben. Beatrice hat ihren Vater durch einen Unfall verloren. Sie ist zehn. Der Großvater von Andrea ist verstorben. Sie ist jetzt vier. Und ihr süßer Hund Becky ist auch gegangen.

Wie verkraften Kinder die Tatsache, dass jemand, der immer „da“ war, plötzlich nicht mehr „da“ ist? Wie vermittelt man ihnen, dass ein Elternteil, Oma, Opa, ein Geschwisterchen, der Freund oder auch ein geliebtes Haustier tot ist? Dafür gibt es leider kein Patentrezept. Aber es ist sehr sinnvoll, sich rechtzeitig darüber zu informieren, welche Herausforderungen auf Bezugspersonen zukommen, die ja in den meisten Fällen selbst trauern.

„Das Leben hört auf keinen Fall auf“

Was kann ein Erwachsener tun, um dem Kind die Situation zu erleichtern?

Verstecken Sie Ihre eigene Trauer nicht, vermeiden Sie aber, so gut es möglich ist, extreme Zusammenbrüche in Gegenwart des Kindes. Denn das kann zu weiterer Verunsicherung beitragen. Bieten Sie gute Gespräche, sanfte Berührungen, ein Nachtlicht, Spielen oder andere Ablenkungen an. Sie können auch gemeinsam mit dem Kind ein „Schatzkästchen“ füllen, das Erinnerungsstücke an den Verstorbenen oder das geliebte Tier enthält.

„Es sind halt hier alle traurig“

Wie soll man erklären, wo die Verstorbenen jetzt sind?

Unabhängig davon, was Sie persönlich denken – die Aussagen dem kleinen Kind gegenüber sollte immer tröstlich ausfallen. Es kann eine schöne Vorstellung sein, dass die Mama nun als Engel im Himmel ist oder der Papa auch jetzt noch zuhören kann. Für viele Kinder (und Erwachsene!) ist es auch ein wunderbarer Gedanke, dass wir uns alle einmal wiedersehen.

Gibt es ein „Notfallprogramm“, wenn Kinder vom Tod eines geliebten Menschen oder Tieres erfahren?

Ganz wichtig: Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine! Nehmen Sie es in den Arm, hüllen Sie es eventuell in eine Decke, geben Sie ihm heißen Tee mit Honig, ein Glas Wasser oder Notfalltropfen. Bleiben Sie behutsam, auch wenn das Kind zunächst so reagiert, als ob nichts gewesen wäre.
Antworten auf Fragen, die Kinder eventuell stellen:
„Ist die Mama jetzt beim lieben Gott?“: „Ja mein Schatz, dort geht es ihr sehr gut.“
„Bekommt sie im Sarg genug Luft?“: „Sie hat alles, was sie braucht, da kannst du ganz beruhigt sein.“
„Trifft der Opa im Himmel unseren Hund Becky wieder?“: „Natürlich. Der Becky freut sich schon, wenn der Opa oben ankommt.“
„Ist dem Papa nicht kalt?“: „Nein, dort, wo er jetzt ist, ist es angenehm warm.“
„Hat Sandy im Himmel auch Spielsachen?“: „Gaaaanz viele! Und andere Kinder möchten gerne mit ihr spielen.“
„Tut der Oma das nicht weh, wenn sie verbrannt wird?“: „Nein meine Süße, sie spürt das gar nicht. Da musst du keine Angst haben.“


Früher oder später haben wir alle Begegnungen mit dem Tod. Gehen Sie dann bitte mit dem Kind, aber auch mit sich selbst, gütig und geduldig um. Scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dann kommt nach einer Trauerzeit der innere Friede zurück.

Kinder-Trauerbegleitung

© Harald Lachner

In der Trauerbegleitung für Kinder gibt es nun Legobausätze – den LEGO-Friedhof mit Grabstein, Grab, Bagger und Friedhofsmitarbeiter, einen LEGO-Krematoriumsofen, eine LEGO-Trauerkutsche, Leichentram, einen Leichenwagen und eine Trauerfamilie, bestehend aus Mutter, Vater, Kind, Verstorbenem und Skelett.
Info: www.bestattungsmuseum.at

RAT UND HILFE

RAINBOWS
www.rainbows.at

Rat auf Draht 147

niedergelassene Kinderpsychologen
BÖP-Helpline 01 504 8000

Weitere Beiträge zum Thema Erziehung finden Sie hier:

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Sabine Standenat

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