Regelmäßiges Trinken ist für Kinder bei heißem Wetter besonders wichtig. Doch wer denkt schon beim Spielen und Herumtoben ans Trinken! Allzu leicht kommt es da zu Flüssigkeitsmangel und seinen Folgen. Mit einfachen Mitteln können Eltern den Nachwuchs zum regelmäßigen Trinken animieren.
Der kindliche Körper hat einen viel höheren Wasseranteil als der eines Erwachsenen. Kinder brauchen daher relativ viel Flüssigkeit zur Erhaltung dieser Wassermenge. Gleichzeitig haben sie ein schlechtes Durstgefühl und müssen ans Trinken erinnert werden – eine unpraktische Kombination. Da ist bei den Eltern Dranbleiben gefragt und etwas Kreativität beim Getränkeangebot.
Kinder trinken gern das Falsche
„Falsch“ sind zuckerhaltige und daher kalorienreiche Getränke wie Limonaden und Eistee. Sie begünstigen Karies, Diabetes und Übergewicht. Doch auch Light- Getränke mit Süßstoffen sind keine Lösung: Sie prägen die Kinder auf den Süßgeschmack beim Durstlöschen. Der „richtige“ Durstlöscher ist und bleibt Wasser. Gut geeignet sind außerdem ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, aromatisiertes Wasser („Infused Water“) und Fruchtsaft-Spritzer (in Deutschland „Saftschorle“). Gerade bei erhöhtem Flüssigkeitsbedarf sollte der Saft-Anteil ¼ nicht überschreiten.



Wie viel Flüssigkeit in welchem Alter?
Je jünger das Kind, desto schneller „trocknet es aus“. Daher immer wieder ein Getränk anbieten! Bis zum 3. Lebensjahr sollen es über den Tag verteilt 6–7 Portionen sein. Die obige Grafik zeigt den Normalbedarf, beim Rumrennen an Sommertagen kann es schon mal deutlich mehr sein. Zuckerhaltige Durstlöscher würden somit viel mehr Zucker zuführen. In der Anleitung am Beginn des Beitrags ist auch der Mineralstoffbedarf berücksichtigt.

Flüssigkeitsmangel erkennen
Schon Lustlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und (fehlgedeutetes) Hungergefühl können Hinweise sein. Spröde Lippen, verringerte Schweiß- und Tränenproduktion sowie wenig und dunkler Harn sind schon ernstzunehmendere Signale.
Zum Trinken animieren
Kohlensäure und Farbe machen Kindern Spaß. Auch coole Gefäße und Trinkhalme sind hilfreich. Trink-Muffel können einen Teil ihres Bedarfs mit Gurken oder Melonen decken. An heißen Sommertagen kann man den Durstlöscher einfach in Formen einfrieren und zum Lutschen anbieten. Und auch hier gilt: Mach’s deinem Kind vor, trink selbst genug!
