Auch im digitalen Zeitalter sind Bücher für Kinder wichtig. Wie Eltern schon kleine Kinder für Bücher begeistern können.
Wenn die Tage kürzer werden und wir uns zu Hause mehr einkuscheln, beginnt auch wieder die gemütliche Vorlese-Zeit. Denn auch im digitalen Zeitalter sind Bücher für Kinder wichtig. Und das schon weit vor dem Schulalter: Ab etwa zwei Jahren beginnen die Kleinen zu begreifen, was Bücher sind und fangen an, ein erstes Verständnis für Lesen und Wörter aufzubauen.
Dies sollten Eltern unbedingt spielerisch fördern, wie Alinda Wit, Europa-Chefin von Lovevery, einem Hersteller von zeitgemäßem pädagogischen Spielzeug und zweifache Mutter, weiß: “Kinder beginnen früh, eine natürliche Lesemotivation zu entwickeln. Es gibt viele Möglichkeiten, den Kleinen die Freude an Büchern näher zu bringen und damit gleichzeitig die kognitive Entwicklung zu fördern. Deshalb enthalten auch fast all unsere Spielzeugsets für Kleinkinder von 0 bis drei Jahren Bücher”.
Dabei sei nicht so wichtig, welches Buch der Nachwuchs anschaut oder ihm vorgelesen wird: “Lassen Sie Ihr Kind sich das Buch selbst aussuchen. Selbst wenn es Ihnen nicht gefällt oder noch gar nicht für Ihr Kind geeignet ist – solange es ein Buch ist, zählt es”, so die Niederländerin.
Worauf es bei den ersten (Vor-)Lese-Aktitvitäten noch ankommt und welche Möglichkeiten es gibt, Kindern die Freude an Büchern und Worten näher zu bringen, stellt Alinda, Mutter von einer drei und einer sechs Jahre alten Tochter, in ihren sieben Tipps vor.
Lesen muss nicht nur abends vor dem Zubettgehen stattfinden. Ich versuche, immer überall schöne Bücher griffbereit zu haben – zum Beispiel im Auto, am Esstisch oder in der Küche. So kann ich meinen Kindern jederzeit vorlesen, wenn sie gerade Lust dazu haben. Auch morgens nach dem Aufwachen oder dem Mittagsschläfchen ist eine gute Zeit, da sie dann noch ruhiger und aufnahmefähiger sind.
Damit meine Kleinen auch selbstständig an ihre Bücher kommen, stelle ich sie immer unten ins Regal.
Scheuen Sie sich nicht vor Wiederholung. Auch wenn es ermüdend klingt: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das erneute Vorlesen des gleichen Buches bei Kindern das Erkennen von Mustern, Freude sowie Selbstvertrauen stärkt.
Wörter, Buchstaben und Zahlen umgeben uns ständig: Auf Werbeplakaten, Straßenschildern oder Verpackungen. Ich finde es wichtig, meine Töchter darauf aufmerksam zu machen und ihnen etwas vorzulesen, wenn es sich gerade anbietet.
Manchmal kommt es vor, dass Kinder beim Vorlesen unruhig werden und nicht ganz aufmerksam sind. Das macht aber nichts. Ich gebe ihnen dann ein kleines Spielzeug in die Hand oder lasse sie nebenbei andere Dinge machen und lese trotzdem weiter. Untersuchungen ergaben, das Vorlesen auch dann entwicklungsfördernd ist, wenn der Nachwuchs die Geschichte nur nebenbei hört.
Auch wenn Ihr Kind schon selbst lesen kann, hören Sie nicht mit dem Vorlesen auf. Meiner sechsjährigen Tochter Iza lese ich weiterhin jeden Abend etwas vor. Zuletzt haben wir Pippi Langstrumpf zu Ende gelesen.
Ich versuche ein gutes Vorbild zu sein und lege möglichst oft mein Smartphone weg und greife stattdessen selbst zu einem Buch – insbesondere wenn meine Töchter in der Nähe sind. Dabei erzähle ich Ihnen oft, was ich da gerade lese und warum mir das Buch gefällt.

