Für Kinder gibt es nichts Schöneres, als im Sommer im Wasser zu plantschen und im Garten oder am Strand herumzutoben. Damit das Sommervergnügen keine Schäden hinterlässt, muss auf ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden.
In der warmen Jahreszeit verbringen Kinder sehr viel Zeit im Freien, ob im eigenen Garten, am Spielplatz oder im Urlaub am Strand. Ist die Kinderhaut ungeschützt den Sonnenstrahlen ausgesetzt, kann es leicht zu Sonnenbränden kommen, denn Kinder können noch nicht ausreichende Mengen an Melanin produzieren. Eltern müssen daher darauf achten, ihr Kind altersgerecht durch sonnendichte Bekleidung und Sonnencremen vor der schädlichen Wirkung der Sonne zu schützen.
Altersgerechter Schutz
Generell ist für Kinder unter sechs Monaten direkte Sonnenbestrahlung tabu. Besonders während der Zeit zwischen zehn und 16 Uhr, also der Zeit mit der größten UV-Intensität des Tages, sollten in jedem Fall Plätze mit dichtem Schatten aufgesucht werden. Zusätzlich wird empfohlen, auch bereits Kleinkindern UV-Schutz Sonnenbrillen aufzusetzen, da auch in den Augen das Melaninpigment noch nicht vollständig ausgebildet ist. Für Babys ab etwa sechs Monaten sollten Sonnencremen verwendet werden. „In jedem Fall sollten in diesem Alter Sonnencremen mit physikalischen Filtern wie Titandioxid und Zinkoxid verwendet werden, da diese mineralischen Filter inert sind und nicht mit oder in der Haut reagieren“, erklärt Robert Loewe, Facharzt für Dermatologie.
Kleinkinder ab einem Jahr sind schon deutlich mobiler. Hier finden auch Sonnencremen mit chemischen Filtern Anwendung. Doch mit Vorsicht. „Verwendet man bei größeren Kindern Sonnencremen mit chemischen Filtern, sollte daran gedacht werden, dass diese Cremen häufiger Hautirritationen verursachen können. Man sollte zunächst, am besten an der Innenseite des Handgelenks, ein kleines Hautareal eincremen. Kommt es hier zu milden Irritationen, sollte man eine andere Creme versuchen“, so Loewe.
Richtiges Auftragen
Sonnencremes sollten etwa eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne reichlich auf alle unbedeckten Körperstellen aufgetragen werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Stirn, Ohren, Kinn, Nase, Nacken und den Fußrücken. Der Sonnenschutz sollte wie bei Erwachsenen alle zwei Stunden oder nach dem Baden erneuert werden. Für die richtige Anwendung ist die Gebrauchsanweisung zu beachten. Wasserfeste Sonnencremen mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 sind zu empfehlen.
An-, nicht ausziehen
Außerdem gilt das Motto: Ziehen Sie Ihr Kind in der Sonne an, nicht aus. Empfindliche Kinderhaut sollte zusätzlich auch durch sonnendichte Bekleidung und Kappen mit Nackenschutz oder Sonnenhüten bedeckt werden. Textiler Sonnenschutz ist wirksam und einfach umzusetzen. Im Fachhandel ist eine große Auswahl an sonnendichter Bekleidung in bunten Farben erhältlich. Um den gewünschten Schutzeffekt zu erzielen, sollte man auf Kennzeichnungen wie „UV-Protection- Faktor UPF 30“ oder Prüfsiegel achten. „Es gibt hier wie den LSF (Sonnenschutzfaktor) bei Sonnencremen auch den eigenen EU-Standard UV-Standard 801. Die Bekleidung sollte nicht zu eng anliegen, für den Körper ist ein Leibchen mit Stehkragen und eventuell langen Armen zu empfehlen, zusätzlich sollte auf jeden Fall eine Kopfbedeckung getragen werden, die ebenfalls dem UV Standard entspricht“, so Loewe.
Den Kopf schützen
Um den Kopf des Kindes zu schützen, können Hüte oder Kappen mit Schirm und Nackenschutz verwendet werden. Für Babys sind Sonnenhüte mit Ohrenklappen zu empfehlen, die nicht nur vor Sonne, sondern auch vor Wind schützen. Bindebändchen verhindern, dass eine eventuell als störend empfundene Mütze heruntergerissen wird.
