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Home » Finanzen im Alltag – was man in der Schule nicht lernt
Geld

Finanzen im Alltag – was man in der Schule nicht lernt

Dominik FechtVon Dominik FechtNovember 11, 20215 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Die Schulbildung umfasst viele wichtige Bereiche wie Sprachen und Naturwissenschaften, jedoch fehlen Finanzthemen gänzlich.Wirtschaftliche Vorgänge werden an Schulen unterrichtet, diese sind aber zu abstrakt. Daher stellt sich die Frage, ob junge Menschen in der Schule überhaupt ausreichend Wissen für Finanzen im Alltag sammeln können.

Über Geld spricht man nicht. In unserer Gesellschaft ist das Thema Geld oftmals ein Tabuthema. Die Gründe hierfür können sehr individuell sein – es gibt aber auch allgemeine Erklärungen. Je nachdem welches Land man als Maßstab heranzieht, kann der Wissensstand hinsichtlich finanzieller Bildung stark variieren. Dominik Fecht hat die genannten Probleme längst erkannt. Als diplomierter Finanzwirt und Buchautor im Bereich Finanzen ist sein oberstes Ziel die Wissensvermittlung. Mit seiner Expertise möchte er bei möglichst vielen Menschen fundamentale Wissenslücken schließen.

Das Thema Steuern ist den meisten schon einmal im Alltag begegnet. Wirft man einen Blick auf den Kassenbon, erkennt man relativ schnell die Mehrwertsteuer. Das heißt, beim Einkaufen und im Berufsleben, sei es als Angestellter oder Selbstständiger, fallen Steuern an. Zum einen die Lohnsteuer, zum anderen die Umsatzsteuer. Die Liste geht noch sehr viel weiter.

Uns begegnen ständig Steuern. Aber was passiert mit diesem Geld? Die Steuer ist eine Abgabe, die zur Finanzierung von Gemeinden, Ländern und Bund dient. Straßen, Schulen und Universitäten z.B. werden mit Steuergeldern finanziert – sie dienen also hauptsächlich dem Gemeinwohl. Damit niemand zu viel oder zu wenig Steuern bezahlt, wird jährlich eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben. Es kann also zu einer Nachzahlung oder Rückzahlung kommen.

Für komplexe Steuerthemen gibt es speziell ausgebildete Steuerberater, die bei einer Steuererklärung unterstützen. Wer als Arbeitnehmer ein Gehalt bezieht, bekommt eine Abrechnung. Darauf vermerkt ist das Brutto- und Nettogehalt. Der Nettobetrag ist die tatsächliche Summe, die man erhält. Dieser Nettobetrag errechnet sich, indem man vom Brutto-Gehalt die Steuern und Sozialabgaben wie Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung abzieht.

Die Begriffe Zinsen und Zinseszins werden tatsächlich kurz im Schulunterricht behandelt – jedoch nur in der Theorie. Für Finanzexperte Dominik Fecht reicht das nicht aus. Gerade bei der Konfrontation mit Finanzen im Alltag ist es wichtig das Wissen konkret anzuwenden. Der Unterschied zwischen dem Zins und Zinseszins ist nicht nur mathematisch gesehen enorm.

Legt man sein Geld an und hebt die erhaltenen Zinsen direkt wieder ab, so ergibt sich ein linearer Verlauf. Verbleiben die Zinsen auf dem Konto, entsteht durch die wiederkehrende Verzinsung ein exponentielles Wachstum. Kurz gesagt – ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Beim Thema Geldanlage und Finanzen kommt man nicht an der Inflation vorbei. Sie stellt eine Entwertung des Geldes dar. Immer wieder stellt man fest, dass Produkte teurer werden. Mal mehr, mal weniger. Unser Geld unterliegt einem ständigen Kaufkraftverlust – der Inflation. Einfach ausgedrückt bekommt man für eine Währungseinheit heute mehr als für die gleiche Einheit in der Zukunft. Für den gleichen Betrag kann man sich weniger leisten. Die Inflation ist je nach Höhe ein nicht zu unterschätzender Faktor, der das hart erarbeitete Geld und Vermögen entwerten kann.

Wer seine Einnahmen und Ausgaben in Form eines Haushaltsbuches notiert und daraus einen Überschuss bzw.  ein Defizit ableitet, kann sich für die Zukunft ein großes Potenzial erschließen. Der erste Schritt ist entweder in einem Notizbuch oder auf dem PC ein Haushaltsbuch anzulegen und alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu erfassen.

Daraufhin hinterfragt man seine Ausgaben und versucht mit kritischem und ehrlichem Blick Einsparmöglichkeiten zu identifizieren. Wichtig ist, dass man sich Ziele setzt und diese in Etappen umsetzt und nicht das ganze Leben sofort umwirft. Nachdem die Ausgaben optimiert wurden, kann man versuchen langfristig die Einnahmen zu steigern.

Als Finanzausbilder bringt Dominik Fecht den Menschen u.a.  den richtigen Umgang mit Geld bei. Für den Anfang sollte man sich eine kleine Sparquote vornehmen und diese sukzessive steigern. Hierfür kann man über verschiedene Konten die Sparziele im Blick behalten und den eigenen Fortschritt messen.

Sobald eine gewisse Rücklage erreicht ist, sollte ein Teil des Ersparten auch arbeiten und sich über langfristige Investments vermehren. Beim Investieren ist es wichtig, sich über die eigene Risikobereitschaft im Klaren zu sein und das Geld stets breit gestreut anzulegen. Man sollte niemals alles auf eine Karte setzen und zuvor möglichst viel Recherche betreiben, bevor es ans Eingemachte geht.

Außer Sparen und Investieren besteht auch die Möglichkeit Schulden zu machen, um sich den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen. Beim Thema Schulden ist Vorsicht geboten. Schulden sind nicht immer schlecht. Sie sind je nach Situation sogar ein probates Mittel. Außerdem kann mit Schulden auch investiert werden. Hierbei gilt ebenso – ausreichend informieren und im Zweifel einen Experten hinzuziehen. Eine zu hohe Verschuldung sollte man vermeiden.

Dieser Ratgeber gibt zwar nur einen kleinen Einblick in die Welt der Finanzen, für den Alltag findet man jedoch wichtige Lektionen. So wie Finanzausbilder Dominik Fecht versucht, Wissenslücken zu schließen, wäre es grundsätzlich eine Überlegung wert, diese Themen auch in den Schulen zu positionieren.

Mehr von und über Dominik Fecht:

© Dominik Fecht – Dominik Fecht hat die genannten Probleme längst erkannt. Als diplomierter Finanzwirt und Buchautor im Bereich Finanzen ist sein oberstes Ziel die Wissensvermittlung. Mit seiner Expertise möchte er bei möglichst vielen Menschen fundamentale Wissenslücken schließen.
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Dominik Fecht

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