Die Lern-Expert*innen von LernQuadrat haben 10 Tipps zusammengestellt, dank denen das Mathematik lernen und verstehen spielerisch gelingt.
Die Schüler*innen können aber auch selbst viel beitragen, dass Mathematik an Schrecken verliert“, ist Dipl. Ing Peter Mischek, Inhaber mehrerer LernQuadrat-Institute in Niederösterreich, überzeugt. „Manche Grundfertigkeiten müssen wohl wie die Vokabel einer Sprache gelernt werden und automatisiert wie von einem Roboter abrufbar sein. Darüber hinaus können aber vielfältige multimediale Methoden für alle Sinne angewendet werden, um den Spannungsgehalt der Mathematik für sich zu entdecken“, betont Mischek. Zur Erleichterung des mathe lernens und verstehens haben er und die Lernexperten des Lerninstituts die folgenden 10 Tipps für Schüler*innen zusammengestellt.
Gegenstände verwenden und angreifen / anschauen lassen und für konkrete Berechnungen nutzen (Körper zum Zerlegen, Darstellung von Mengen, Strecken, Flächen, Volumen durch begreifbare Gegenstände, „Montessori-Material“, …).
Gegenstände und Probleme des konkreten Alltags einsetzen, z.B. Handykostenberechnung, Gewinnchancen von Glücksspielen, die die Schüler*innen kennen, Statistiken aus der Zeitung.
Die Vielfalt macht es aus: Vielfältige Methoden anwenden, alle Sinne einsetzen, Multimedial lernen: z.B. Computer-Animationen, gesungene Lehrsätze, Computerspiele, Lernplakate, Skizzen, …
Einsatz von Geogebra o.ä. kann viele Zusammenhänge, Formeln, Methoden, etc. einfach und plakativ veranschaulichen und verständlich machen, besonders für „Typ1-Aufgaben“ (Kompetenz-Orientierung).
Nicht vorkauen, sondern erklären lassen: Warum ist das richtig/falsch? Warum hast du etwas so und nicht anders gelöst? Selbst erarbeiten lassen, Hilfestellung geben, die Lösung für ein Problem selbst zu finden (wie suche ich im Internet, wie verwende ich das Mathe-Buch?).
Grundlegende Fertigkeiten müssen automatisiert werden (1×1, Bruchrechnen, Gleichungen lösen, etc.), ausreichend üben, bis man es im Schlaf kann, sonst dauert es zu lange (Verständnis alleine ist zu wenig), Checklisten für wiederkehrende Aufgabenstellungen.
Die Sprache der Mathematik lernen, richtige Begriffe verwenden, Formeln auswendig lernen (in beiden Richtungen: z.B. Was ist die Formel für Fläche des Kreises? Was berechnet man mit r2π ?); besonders wichtig auch für das richtige Verstehen von Textbeispielen.
Rechtzeitig mit Lernen für Schularbeit/Prüfung beginnen, nicht auf „offiziellen“ Schularbeits-Stoff warten, ausreichend üben, Schnelligkeit verbessern (siehe Automatisierung). Während der Schularbeit: Einfaches zuerst (leichte Punkte sammeln), Checkliste abarbeiten, Zeit für Kontrolle lassen.
Taktisches Vorgehen: Worauf legt die Lehrkraft besonders Wert? Z.B. Schriftform, Nebenrechnungen, Antworten, etc. Immer auf die richtige Fragestellung achten. Hausübungen immer rechtzeitig und vollständig abgeben (Pluspunkte sammeln, Minuspunkte vermeiden). Aktiv Imagepflege betreiben!
Angst nehmen vor Mathematik, vor der Lehrkraft, vor der Prüfung! Gut vorbereiten. Prüfungssituation simulieren, mit anderen vergleichen (gemeinsam lernen). Am Tag der Prüfung nichts mehr lernen. Erfolge feiern.
